Open Data Wizard
Der Open Data Wizard macht aus einer WordPress-Seite eine Quelle, die Open-Data-Portale automatisch abholen können. Sie beschreiben Ihre Datensätze im gewohnten Backend, das Plugin erzeugt daraus eine maschinenlesbare Beschreibung nach europäischem Standard.
Wofür es gedacht ist
Daten zu veröffentlichen scheitert selten am Willen. Es scheitert am Zusatzaufwand und daran, dass unklar ist, was genau zu tun wäre. Das gilt besonders für die Metadaten. Kataloge verlangen Angaben nach DCAT-AP, mit Feldnamen wie dct:publisher oder dcatde:politicalGeocodingLevelURI. Wer damit nicht täglich arbeitet, rät.
Der übliche Weg führt über ein fremdes Portal: dort registrieren, dort einpflegen, dort pflegen. Die Organisation gibt Kontrolle ab und bindet sich an eine Infrastruktur, die ihr nicht gehört. Der Wizard dreht die Richtung um. Der Katalog entsteht bei Ihnen, das Portal holt ihn ab.
Wie es benutzt wird
Ein Assistent führt in fünf Schritten durch die Angaben. Statt Fachbegriffen stehen Fragen: „Wer gibt diese Daten heraus?“ anstelle von dct:publisher. Die technischen Bezeichnungen sind nicht verschwunden, sie stehen in einem aufklappbaren Hilfetext. Wer sie kennt, findet sie.
Themen, Formate, Sprachen und Lizenzen kommen aus den offiziellen Vokabularen. Sie wählen „Umwelt“, gespeichert wird die zugehörige URI. Entwürfe lassen sich unvollständig sichern; Vollständigkeit wird erst beim Veröffentlichen verlangt, und fehlende Felder werden im Klartext benannt. Für größere Bestände gibt es einen Import aus CSV oder JSON.
Am Ende steht Ihr Katalog unter einer dauerhaften Adresse. Portale binden sie ein und holen die Metadaten regelmäßig selbst ab. Zum Portal wandert nur die Beschreibung, nie die Datei. Dieselben Angaben lassen sich an beliebig viele Portale ausliefern, ohne sie mehrfach zu pflegen.
Eine Qualitätsbewertung nach EU-Methodik zeigt, welche Angabe fehlt, damit ein Datensatz besser auffindbar wird. Die Ausgabe besteht die offiziellen Prüfregeln von GovData und der EU. Diese Regeldateien liegen bei, Sie können vor der Anmeldung bei einem Portal selbst prüfen.
Was es nicht tut
Es ist kein Datenportal. Es hat keine Suchoberfläche für Dritte, es macht eine einzelne Organisation abholbar.
Es verwaltet keine Dateien. Die liegen, wo sie liegen: in der Mediathek, auf einem Server, in einem Repositorium. Das Plugin beschreibt sie.
Und es ersetzt keine fachliche Sorgfalt. Es prüft, ob eine Lizenz angegeben ist, nicht ob es die richtige ist. Es meldet fehlende Felder, nicht schwache Beschreibungen. Was in der Beschreibung steht, bleibt Ihre Aufgabe.
Woher es kommt
Für einige wenige Datensätze ein eigenes Portal zu betreiben, steht in keinem Verhältnis. Das ist die Lage der meisten Organisationen, die veröffentlichen wollen: drei oder fünf Datensätze, keine eigene IT, aber eine bestehende Website. Genau dort setzt das Plugin an. Der Aufwand bleibt dort, wo ohnehin gearbeitet wird.
Voraussetzungen sind WordPress ab 6.4 und PHP ab 8.1. Der Quelltext liegt offen auf GitHub, unter GPL-3.0. Die Oberfläche ist deutsch, mit vollständiger englischer Übersetzung.